Christel

Melanie van der Straatens alte Dienerin, die ihr bei der Vorbereitung ihrer nächtlichen Flucht behilflich ist und vergeblich versucht, sie zum Bleiben zu bewegen. Sie erzählt ihr die Geschichte ihrer früheren Herrschaft, des Ehepaars Vernezobre, das in ähnlicher Situation zuletzt doch zusammen geblieben sei (vgl. XV/108-110), und legt ein gutes Wort für Van der Straaten ein: »Denn dabei bleib ich, er is eijentlich auch ein juter Mann, ein sehr juter, un blos ein bischen sonderbar. Und sonderbar is nichts Schlimmes. […] Un daß er immer so spricht un solche Redensarten macht, als hätt‘ er keine Bildung nich un wäre von 'n Wedding oder so, ja, Du himmlische Güte, warum soll er nich?« (XV/111)