Theodor Fontane (1819-1898)

Geboren 1819 in Neuruppin; 1827 Umzug der Familie nach Swinemünde; Unterricht durch Hauslehrer. 1832 Eintritt in die Quarta des Gymnasiums in Neuruppin. 1833-1836 Gewerbeschule in Berlin (abgebrochen); 1836-1839 Apothekerlehre. 1838 Umzug der Familie nach Letschin (Oderbruch); 1840 Apothekergehilfe in Burg bei Magdeburg, Leipzig und Dresden, ab 1843 in der väterlichen Apotheke in Letschin. 1844-45 Militärjahr; 1844 Aufnahme in den Literarischen Verein »Tunnel über der Spree«. 1847 Approbation als Apotheker. 1848 Teilnahme an den Barrikadenkämpfen vom 18. März; Anstellung im Krankenhaus Bethanien. Seit 1849 freier Schriftsteller; Korrespondent der ›Dresdner Zeitung‹; 1850 Heirat mit Emilie, geb. Rouanet-Kummer (1824-1902); Wohnung in Berlin; Anstellung in der ›Centralstelle für Preßangelegenheiten‹ des preußischen Innenministeriums; 1851 »Gedichte«. 1852 Korrespondent in London (April-September). 1854 »Tuch und Locke«, »John Monmouth«. 1855-59 Aufenthalt in London, zunächst Redakteur der ›Deutsch-englischen Correspondenz‹, später Arbeiten für Feuilletons verschiedener Zeitungen und Zeitschriften. 1859 Rückkehr nach Berlin. 1860-70 Redakteur der ›Kreuzzeitung‹; in den folgenden 15 Jahren zahlreiche Reisen; 1860 »Jenseits des Tweed«; 1861 »Balladen«; 1862 Erster Band der »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« (»Die Grafschaft Ruppin«). 1863 »Das Oderland« (Band 2 der ›Wanderungen‹). 1866 »Der Schleswig-Holsteinsche Krieg im Jahre 1864«; 1870 Literatur- und Theaterrezensent der ›Vossischen Zeitung‹. 1870/71 »Der deutsche Krieg von 1866« (2 Bde). 1873/1876 »Der Krieg gegen Frankreich« (2 Bde). 1873 »Havelland« (Band 3 der ›Wanderungen‹). 1878 Debüt als Romancier mit »Vor dem Sturm«. 1879 »Grete Minde«, 1880 »L'Adultera«, 1881 »Ellernklipp«, 1882 »Schach von Wuthenow«; »Spreeland« (Band 4 der ›Wanderungen‹). In den Folgejahren veröffentlich Fontane fast jedes Jahr einen Roman, darunter »Cécile« (1886), »Irrungen, Wirrungen« (1887), »Frau Jenny Treibel« (1892), »Effi Briest« (1895), »Der Stechlin« (1897); daneben Autobiographisches (1894 »Meine Kinderjahre«, 1898 »Von Zwanzig bis Dreißig«). Theodor Fontane stirbt am 20. September 1898 in Berlin.

Abbildung: Kreidezeichnung von Max Liebermann. 1896. © Foto: Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin. Fotograf/in: Jörg P. Anders. Bildquelle: smb-digital. Lizenz: CreativeCommons BY-NC-SA 3.0 DE.

Verfügbare Lexika