Levy, Sir Reuben

[Whose Body/Ein Toter zu wenig] – Ein erfolgreicher jüdischer Kaufmann, Selfmademan mit einfachen Gewohnheiten, der eines Morgens plötzlich verschwunden ist, nachdem er nachts scheinbar zu Hause war. Zugleich wird in der Badewanne von Mr. Thipps eine Leiche gefunden, die man für Sir Reuben halten soll.

Levy war mit Christine Ford »aus guter Familie« verheiratet, die ihn Julian Freke vorzog – das weiß die Herzoginwitwe aus früherer Zeit. Das Personal hat nur Gutes über die Familie zu sagen. Auch sein Tagebuch erweist ihn als freundlichen Menschen (außer in Börsengeschäften).

Peter Wimseys penible Untersuchungen haben ergeben, dass nicht Sir Reuben, sondern ein anderer Mann die Nacht in seinem Bett verbrachte (Lady Levy war verreist). Aber die Ermittlungen sind an einem toten Punkt angelangt, als Wimsey durch die Lektüre eines Buches von Sir Julian Freke auf einmal weiß, was geschehen ist. Seine Mutter, die Dowager Duchess, ist bereit, Lady Levy auf den Friedhof zu begleiten, wo die arme Frau in einer makabren nächtlichen Szene mit Novembernebel ihren Mann identifizieren muss.

[Strong Poison/Starkes Gift] – Frederick Arbuthnot ist in Levys Tochter Rachel verliebt, muss aber sieben Jahre um sie werben, bis er sie heiraten darf. Die Kinder sollen im jüdischen Glauben erzogen werden.

Das für die Identifikation des Toten in der Badewanne relevante Merkmal der Nicht-Beschneidung wird nicht erwähnt, weil der Verleger das unschicklich fand; aber Inspektor Parker liest später in den Galaterbriefen, die dies zum Thema haben (vgl. Barbara Reynolds: Dorothy L. Sayers. Her Life and Soul. London 1993, S. 102).