Vorwort

Das Thomas Mann-Figurenlexikon enthält Kurzporträts von 449 Figuren aus fünf Romanen und dreißig Erzählungen Thomas Manns. Die Kurzporträts fassen die Charakteristika der Figuren und ihrer Geschichten in textnahen Beschreibungen zusammen und verweisen auf die einschlägigen Kapitel oder Erzählabschnitte des Werks. Sie sind als Lesehilfe, als Gedächtnisstütze und Nachschlagewerk gedacht. Vorbild ist Christian Grawes »Führer durch Fontanes Romane« [1].

Das Interesse liegt hier bei den literarischen Figuren selbst, nicht bei ihren Modellen aus dem Lebensumfeld des Autors [2]. Über letztere gibt es bereits zahlreiche und detaillierte Informationen, zuletzt in den Kommentarbänden der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe (Frankfurt: S. Fischer 2001 ff.).

Informationen zur Zitierweise, zu den benutzten Ausgaben, zur Lemmatisierung der Figurennamen und zur Navigation u.a. finden sich bei den Hinweisen.

Robert Gernhardt hat uns erlaubt, Miniaturen seiner zeichnerischen Kabinettstückchen aus seinem mit Barbara Hoffmeister herausgegebenen »Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann« [3] für diese Seite zu verwenden. Dafür sei ihm herzlich gedankt.

Saarbrücken, den 10. April 2006          Eva D. Becker

Vorwort zur überarbeiteten Fassung

Das Thomas Mann-Figurenlexikon erscheint nun in überarbeiteter Fassung im Rahmen des Portals Literaturlexikon online. Die Überarbeitung betrifft vor allem Layout und Benutzerführung der Seite, die eine komfortablere Bedienung ermöglicht. Textüberarbeitungen wurden bei den Hinweisen vorgenommen, die Lexikontexte selbst sind im wesentlichen unverändert. An einigen Stellen wurden Textnachweise präzisiert.

Saarbrücken, den 13. April 2009          Eva D. Becker

Anmerkungen

1 Christian Grawe: Führer durch Fontanes Romane. Ein Lexikon der Personen, Schauplätze und Kunstwerke. Stuttgart: Reclam 1996 (Reclams Universalbibliothek 9439). – Es handelt sich hier um die überarbeitete und ergänzte Fassung von C.G., Führer durch die Romane Fontanes. Berlin: Ullstein 1980.  zurück

2 Allgemein ist zu sagen, dass die Personen des »Buddenbrooks«-Romans wie ihr Autor in Lübeck zu Hause waren und dass die Beschreibung von Patienten und Personal des »Zauberberg« durch Katia Manns Berichte aus Davos und Arosa und Thomas Manns Besuche dort und in anderen Sanatorien angeregt wurden (Katia Mann: Meine ungeschriebenen Memoiren. Frankfurt 1974, Kapitel VI). Viele Personen und Orte im »Doktor Faustus« hatten ihre Modelle in Thomas Manns Leben; ihre Namen stammen allerdings zu einem guten Teil aus der Literatur der Reformationszeit (vgl. Gunilla Bergsten: Thomas Manns Doktor Faustus. Tübingen 1974). Thomas Mann hat sich selbst vielfach in Briefen, Tagebüchern und autobiographischen Texten über Vorbilder und Anregungen zu seinen Figuren geäußert. – Vgl. dazu jetzt auch Heinz J. Armbrust und Gert Heine: Wer ist wer im Leben von Thomas Mann? Ein Personenlexikon. Frankfurt a.M. 2008.  zurück

3 Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann, vorgestellt von Barbara Hoffmeister und dargestellt von Robert Gernhardt. Frankfurt: S. Fischer 2005.  zurück