Seïr

Das südöstlich vom Toten Meer gelegene »Ziegengebirge« (IV, 187) im Lande Edom. Zu den Leuten von Seïr, den Seïrim (IV, 199), knüpft Esau schon früh, schon von Beerscheba aus, enge Beziehungen (IV, 135, 188). Nach dem Segensbetrug schlägt er sich ganz zu ihnen und geht »mit Kind und Kegel, mit seinen kanaanitischen Weibern Ada, Ahalibama und Basnath und mit deren Söhnen und Töchtern gänzlich zu ihnen und ihrem Gotte Kuzach über« (IV, 188).  

Vgl. Karte von Kanaan. – Weiteres bei Edom. Als Landschaftsnamen werden Seïr und Edom häufig nahezu synonym verwendet. – Nach Benzinger (370), dem TM hier wohl folgt, sind die Leute von Seïr die ›Haarigen‹, sâ'îr bedeute ›haarig‹ und sei zugleich Bezeichnung des Sündopferbocks, des Ziegenbocks. Die ›Haarigen‹ »gehören im System zur Sonne des Südens, d.h. zur Unterwelt, zur Wüste, dem Orte der Unreinheit, wo alles Unreine hingehört. Daher steht der Ausdruck auch in der mit mythologischen Anspielungen auf Tammuz vollen Josefsgeschichte« (vgl. Genesis 37,31).

Letzte Änderung: 07.03.2010  |  Seitenanfang / Lexikon   |  pfeil Zurück